REFERENZEN

Katalog Menschenspuren, 1994
Katalog tanzhaus nrw, Grafische Momente
Katalog, Bara 4, K. Otte - A. Künzer

Ausstellungskatalog Grafische Momente
K.Otte, J.Bryl (Hg.), Mai 2001

Katharina Ottes Bilder sind vom Tanz besessen, aber keine tänzerischen Kopien; sie „verbessern“ den Tanz nicht bildlich. Sie würden sonst den Tanz zur überholten Sache erklären. Sie verschwenden sich „tänzerisch“. Ob ihrer Betrachtung „erinnert“ sich das Sehen an seine eigenen tänzerischen Bewegungen. Was Heidegger in „Denkerfahrungen“ mit seiner Definition des Bildes meint, es sei „Antlitz im Sinne von Entgegenblick als Ankunft“- diese große Kennzeichnung gerät angesichts der Bilder von Katharina Otte zur Schwingung des Selbst. So wie wir Menschen reden und reden, wenn wir etwas mitteilen wollen, das sich nicht so leicht sagen lässt, entbirgt sich dieses Reden, vor allem in seinem Auf und Ab des Klangs, als Prozess.
Des weiteren ist an Heidegger zu erinnern, wie er sich in seiner Beschäftigung mit Bildern von Paul Klee zu fragen beginnt: „Können noch ‚Werke’ sein?“ War im philosophischen Denken des Anderen zumeist und schließlich gewohnterweise das Kunstwerk in seinem dynamischen „Entgegensein“ der Gegenstand, an das Wahrheitsfindung gebunden zu sein schien, öffnete sich im Zuge der Entwicklung der modernen Kunst immer mehr der Gedanke, dass Wahrheit vielleicht gerade nicht auf Verkörperung angewiesen ist. Die Künste sind seitdem immer weniger den Verbildlichungen an und für sich ausgesetzt.

Aber deshalb den Bildern ausweichen ? Die Bilder Katharina Ottes sind sozusagen „parallel“ zu sich selbst. Nach außen hin sind sie von Lineaturen getragen, die meinen, was sie nicht „meinen“. Die Zeichnung als naheliegendste Freiheit des Menschen, die die Bewegung ist, was an dieser als Tanz in der Erinnerung zurückbleibt und die wir, in glücklichen Augenblicken, Tanz nennen.

Die Bilder Katharina Ottes geben Auskunft über die Künstlerin selber, nämlich wie großzügig und kontinuierlich sie die Menschen in den Möglichkeiten, sich im besten Sinne „gehen zu lassen“, entwirft. Katharina Ottes Dialograum reicht weit, den sie uns etwas wieder erkennen Wollenden schenkt, die wir, ohne vereinzeln zu sollen, durch ihr Schaffen zu Schauenden werden. Wie existentiell wichtig ist es, ich habe es schon angedeutet: das Verschwenderische.

PROF. DR. PETER RECH,
Professor für Kunst und Kunstdidaktik, Künstler, Universität zu Köln
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Textausschnitt Katalog Grafische Momente
von Jacob J.Bryl (Fotograf)

....Katharina verfügt nur über die Linie. Eine schwarze. Weniger wäre ein Punkt. Sie hat ganz wenig Zeit zur Verfügung. Sie muss einen Blick auf das Tanz-Sujet werfen und dann, ab und zu, „das Auge auf’s Papier legen“. In der fast Dunkelheit...
Ich habe es leichter, ich könnte eigentlich auch mit geschlossenen Augen fotografieren.
..Sie kann die Bewegung andeuten, zum Denken freigeben. Ich wähle meinen „Schuss“-Moment genauso wie sie ihren Start. Doch ist bei mir die ganze Prozedur sofort fertig.
Und wann endet ihr Schaffen ? Sie selbst merkt es kaum. Ihre Hand benötigt kein Bewusstsein....
Katharina extrahiert, mit wenigen Strichen, aus der Bewegung – den Körper. Eine „un“- bedeutende Linie kann ein Arm, ein Einschnitt der Taille oder ein Requisit bedeuten. Hat ihr Talent Glück – reichen schon wenige Striche für die Wahrhaftigkeit der Zeichnung. So zieht sie die flüchtige Grenze zwischen Fleisch und Luft; ohne Hintergrund, ohne Perspektive, in der Leere; so dass man nicht sicher ist auf welcher Seite der Linie die Wärme des Körpers und auf welcher – menschenloses All liegt...
Und wenn sie weniger Glück hat ? Dann kniet die Tänzerin in der zweiten Sekunde des Zeichnens nicht mehr, sondern rennt....

JACOB J. BRYL
Ein fotografierender Journalist aus Essen

REFERENZEN

Fortbildungen


1997
Tanz und Schule, Tanzhaus nrw, Düsseldorf
1997 Gegen Gewalt in der Schule, CBR-Düsseldorf
1998 Fächerübergreifende Projekte (Kunst/Musik/Textiles Gestalten), BR-Düsseldorf
1999 Ausbildung zur Ausbildungskoordinatorin/Lehrerausbildung, BR-Düsseldorf
2003 Tanztherapie und Kunst (mit Gabriele Fischer), Frauenmuseum Bonn
2003 Integration mit aufrechtem Gang(K.Lefringhausen),
........Film-Funk und Fernsehzentrum, Düsseldorf

Vorträge/Veröffentlichungen/Unterrichtsaufträge


1992
Mitarbeit an der Publikation zur kulturvergleichenden Studie der Formübernahme
....... in der Kinderzeichnung von Dr.Martin Schuster, Universität zu Köln
1999 Kozept zur Meditation mit Schülern
2000 Vortrag über Lesetagebuchgestaltung, Institut für
........Lehrerfortbildung Mülheim, Marienthal
2001 Unterrichtsauftrag, Seminar für Kunst und Didaktik, Universität Köln
2001 Katalog zur Ausstellung Grafische Momente, tanzhaus nrw, Düsseldorf
2002 Eröffnung der Ausstellung v.Annette Stachs, R.Steiner-Haus, Bonn
2003 Katalog zur Ausstellung Mit Farben heilen, Weyerbusch
2004 Ausarbeitung eines ganzheitlichen Konzepts zur Leseförderung für die CBR Düsseldorf

2004 für die Bezirksregierung Düsseldorf (Pisa-Studie)

Artwork


1997-2002 Skizzieren der Studenten von Mary Fulkerson O’Donell, Tanzhaus nrw
2000 Gestaltung von CD-Covern für die Band Papalagi, Stadtraum Köln
2001 Deckengestaltung im Lehmkunsthaus von Thomas Kagermann, Forstmehren
ab 2000 diverse Covergestaltungen für Thomas Kagermann
2005 Künstlerische Beratung,“Abschied nehmen... Tod und Trauer in Kirche und Kultur“,
........Ökumenische Projektwoche Altenkirchen: Installation Portalvorhang
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