| Rhein – Zeitung
8.12.2005 Die
Rückkehr der Kunst in die Kirche
Katharina Otte-Varolgil kombiniert die verschiedensten
Kunstrichtungen
Durch eine Kombination von Tanz, Musik, Malerei und
Gesang versucht die Altenkirchener Künstlerin Katharina
Otte-Varolgil die Kunst zurück in die Kirchen zu
bringen. Mit ihren Performances feierte sie Erfolge unter
anderem in Köln, Düsseldorf, Bonn und Basel.
ALTENKIRCHEN.
Es gibt Menschen, für die gehören
Kunst und Kirche nicht zusammen. Zu gewagt sind die Möglichkeiten
der Künstler, zu groß der Druck seinem Glauben
gerecht werden zu wollen. Für andere wiederum sind
Kunst und Glauben so unzertrennlich miteinander verknüpft(...)
Um die Kunst zurück in die Kirchen zu bringen, hat
sie das Kunstprojekt „Kreuz und Auferstehung“ gestartet.
Ziel dieses Projektes ist es verschiedene Kunstrichtungen
zu einem spirituellen Gesamterlebnis verschmelzen zu
lassen(....)
Durch die Verwendung dieser unterschiedlichen Kunstrichtungen
will sie auf die enorme Vielschichtigkeit hinweisen (...)
Durch ihren Vater, Professor Klaus Otte, Fachmann für
den interreligiösen Dialog, wurde sie schon früh
für das Thema offener Dialog sensibilisiert .Ein
besonderes Anliegen ist ihr die interkulturelle Vernetzung
in einer künstlerischen Formensprache (....)
Auf einer Leinwand erscheinen die Bilder Otte-Varolgils.
Eine Ausdruckstänzerin betanzt die Bilder, imitiert
sie, fordert sie heraus. Akkustisch unterstützt
wird sie dabei von Musik, die sich in Stil und Tempo
stetig verändert. Das alles passiert weitestgehend
frei, so das sich Musik und Tanz jedes Mal unterscheiden
und dennoch Wiedererkennungswert besitzen.
Thomas Kagermann, Neffe des bekannten Kirchenmusikers
Hugo Distler, steuert die klangliche Untermahlung bei.
Der Violinist und Sänger fand durch eine Reihe von
Schlüsselerlebnissen zum Glauben. Seine Überzeugung,
dass Gott durch ale Religionen spricht, brachte ihn dazu
sich intensiv mit Schriften bedeutender Glaubensrichtungen
auseinander zu setzen. Diese multireligiöse Prägung
findet sich stark in seiner Musik wieder (...).
Unterstützt wird er dabei von Tom Dams. Der Elektromusiker
ist außerdem noch Musikproduzent und Mitglied der
Band „Solar Moon“.
Der Ausdruckstanz(...)soll den Körper als Teil des
Glaubens begreifbar machen. Eva-Maria Kagermann-Otte,
ausgebildete Tanztherapeutin versucht ihren Ausdruckstanz
durch ihre eigene innere Formsprache zu nähren (....)
Die Auftritte kommen gut an (...). Mittlerweile waren
die Performances schon europaweit zu sehen. Weitere Auftritte
sind für nächstes Jahr geplant (...).
BJÖRN BÜTTNER
|
Rhein
Zeitung 12.2.02
Kunst
soll sich mit Kirche treffen
Sind solche Bezüge unter den Vorzeichen der Pop-Kultur noch auffindbar
?
„Zeitgenössische Kunst...findet nur selten Eingang in die Kirchen
der Gemeinden“, bedauert die Malerin Katharina Otte. Ihr Anliegen ist es,
verschiedene Formen künstlerischen Schaffens, etwa Musik, Tanz, Malerei
und Wort in den „Kirchen eine Heimat zu verschaffen“.
„Kirchen und Menschen leiden an Leere.... Hier könnte Kunst eine Brücke
sein. Kirche als Ort...gemeinsamer Feier, Rituale...auch der Dialog der Kulturen
und Religionen...“.
KLAUS HOLL
-------
|
Neue
Rhein Zeitung 29.3.03
Schöpfungs-Geschichten
Ann Künzer und Katharina Otte schärfen auf sehr unterschiedliche
Weise die Wahrnehmung und verführen zur Besinnung.
Konzentration. Meditation. Zeichnungen wie Filmstreifen.
In 120 Bildern hat Katharina Otte, passend zur Osterzeit , mit erdiger
Pastellkreide, feinnervig, aber auf wesentliche Striche reduziert, die
Verflechtung von Kreuz und Körper in Sequenzen festgehalten, die an
Bewegungsabläufe erinnern.
„Das statische Bild von der Wand zu holen“, das reizt die Künstlerin.
ULRIKE MERTEN
-------
|
Rheinische
Post 6.4.03
„In
ihrer Videoinstallation werden die Bilder ‚lebendig’,
... sie schafft erstaunliche Parallelen im Ausdruck
von Malerei und Körper...ein Erlebnis im ‚heilenden-heiligen
Klangraum Kirche’.
Gegen das Schweigen , das Unvermögen der Sprache in der Gegenwart
des Krieges setzen die beiden Künstlerinnen, Ann Künzer und Katharina
Otte, die Sprache der Bilder, der Töne und der Bewegungen. Mit Bildern
im Fluss gegen das ‚Nichts in den Köpfen’. Eine ‚Sternstunde über
atmendem Grund.“ HERIBERT BRINKMANN
------
|
|
Borkumer Zeitung 9.8.04
Existenzvollzüge spiegeln...frei
werden. Verschiedene Kunstrichtungen sollen
sich zu einem Gesamterlebnis entwickeln. Dabei ‚kreuzen’ sich
die Körper auf der Leinwand und im Raum. (ws)
------
Baseler Zeitung 26.3.05
Körper werden gekreuzt in der Elisabethenkirche.
Innovativer Glaube.
BENJAMIN HERZOG
------
|
| Rhein –Zeitung
7.11.2005
Tod und Trauer Thema der
Kunst
Sowohl in der evangelischen als
auch in der katholischen Kirche in Altenkirchen
beschäftigen sich in diesen Tagen Ausstellungen
mit dem Thema Tod, Trauer und Abschied.
Katharina Otte-Varolgil greift
mit ihrer Leineninstallation künstlerisch
Verse aus dem Matth äus-Evangelium auf.
.....Katharina Otte-Varolgil installierte
in der evangelischen und katholischen Kirche
weiße Vorhänge, die von der Empore
herunter bis zu den Bänken reichen.
„ Kunst im Kirchenraum. Der Raum wird dadurch verändert, neu gestaltet
und neu erlebt. Auf das darin verkündete Wort, auf die darin erklingende
Musik wird vielleicht auch neu gehört. Kunst im Raum auf Zeit“, erläutert
Otte-Varolgil.
Der Betrachter schaue genauer hin, nehme anders wahr, öffne seine Sinne
für eine Botschaft, die er sonst meist hörend erlebe.
Der Vorhang werde zum Durchgang. „Ich gehe aus einem Raum in einen anderen.
Leinen streift meine Haut, ich spüre das Hindurchgehen. Der Kirchenraum
teilt sich in zwei Räume: Ich gehe symbolisch aus einem Leben in ein anderes“,
verdeutlicht die Künstlerin.
Vor ihrem Kunstobjekt hat sie eine Tafel mit Versen aus dem 27.Kapitel des
Matthäus - Evangeliums aufgestellt: “Und siehe da, der Vorhang im
Tempel zerriss in zwei Stücke, von oben an bis unten aus. Und die Erde
erbebte, und die Felsen zerrissen, und die Gräber taten sich auf und standen
auf viele Leiber der Heiligen, die da schliefen.“....
RENE KNUR
---------------
Rhein – Zeitung
16.11.2005
Graziler
Dialog von Tanz und Malerei
Kunstperformance
für interkulturellen Dialog
Altenkirchen/Bonn.
Mit geschlossenen Augen steht Eva-Maria Kagermann-Otte
auf der Bühne. Ruhige Musik setzt ein, die
Versatzstücke aus aller Welt erkennen lässt.
Auf der Leinwand erscheinen Malereien, die teils
skizzenhafte Menschen in ausdrucksstarken Posen
zeigen.
Eva-Maria beginnt ihren Körper zur Musik zu bewegen, deutet immer wieder
die Bilder in ihrem Rücken an. Mal schnell und elektrisierend, mal ruhig
und sanft. Die Aktion „Kunstperformance: „Identität(en)“ tourt
derzeit durch Europa. Nach Auftritten in Basel, Düsseldorf, Köln
und Borkum waren die Altenkirchener jüngst in Bonn zu sehen. Im Haus der
Geschichte eröffneten sie als Hauptakt die Bonner Buchmesse „Migration“.
Tänzerin Eva-Maria Kagermann-Otte, ihre Schwester Katharina Otte-Varolgil
(Projektidee/Zeichnungen), Thomas Kagermann (Spirituelle Weltmusik) und Tom
Dams (Keyboards/Gesang) versuchen den Betrachter Urformen menschlichen Ausdrucks
in unterschiedlichen Kulturen und Religionen entdecken zu lassen.
Dabei hat jede Performance durch den pointierten Einsatz von Improvisation
einen Wiedererkennungswert und ist dennoch neu und einzigartig. Unterstützt
wurden sie dabei von Filmemacher Jürgen Greis, der die Bilder von Katharina
Otte-Varolgil durch entsprechende, sensible Computeranimationen in Bewegung
versetzte.
BJÖRN BÜTTNER |
|
|